Vergessen Sie Cost Averaging!
Dieses Märchen wird oft von Vermögensverwaltern und Beratern in der Bank erzählt. Es nennt sich Cost Averaging oder Cost Average Effekt. Auf gut Deutsch heißt es, dass man seine Einstandskurse verbilligt. Man kauft also hinzu, wenn die Kurse fallen, weil man seinen durchschnittlichen Kaufkurs damit senkt und in einer besseren Position ist, wenn es wieder aufwärts geht. Falls man heute 100 Aktien von Siemens zu 200€ kauft und der Kurs fällt im nächsten Monat auf 100€, dann kauft man nochmal 200 Aktien.
Man investiert also jedes Mal noch einmal die gleiche Summe in Aktien dieses Unternehmens und hofft, dass es irgendwann wieder aufwärts geht. Das ist absoluter Schwachsinn, weil niemand weiß wie lange der Abwärtstrend dauert und Sie am Ende möglicherweise mit wertlosen Aktien dastehen, denn nicht jedes Unternehmen übersteht die Krise. Das Beispiel von Enron und anderen großen Unternehmen, die heute nicht mehr bestehen, lehrt uns, dass jedes Unternehmen untergehen kann.
Sogar ganze Staaten können pleite gehen (die Staatsanleihen sind in manchen Fällen wertlos). Jeder, der Ihnen das Cost Averaging anpreist, verdient selbst kein Geld an der Börse und versteht nichts von ihr. Greifen Sie nie in ein fallendes Messer! Warten Sie ab bis der Abwärtstrend zu Ende ist.
Alle Menschen, die Telekomaktien zu 80€ gekauft haben und seit über 10 Jahren nachkaufen, werden Ihnen bestätigen, dass nicht jede Aktie sich erholt. Versuchen Sie auch hier nicht gegen den Trend zu kämpfen, sondern handeln Sie vernünftig.