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Nicht nur, aber man darf sie sicherlich nicht vernachlässigen wie es viele tun. Sie können die Wirtschaft analysieren so lange Sie wollen, Sie können tausende Bücher und Zeitungen lesen und herausfinden was der Markt eigentlich tun sollte, aber er wird es nicht tun. Er tut, was er tun will.
Achten Sie nicht nur stur auf irgendwelche Prognosen der Experten und die Erklärungen, die man in den Medien lesen kann, sondern beobachten Sie was der Markt tut. In welche Richtung bewegen sich die Kurse? Gibt es einen Grund dafür? Rätsel alle Beobachter über diesen schnellen Aufstieg oder sind sie skeptisch und nennen es “kurze Erholung”?
Argumentieren Sie nicht gegen den Markt.
Er hat immer Recht.
Wenn er sich in einem Abwärtstrend befindet, wird er weiter fallen, ob es dafür jetzt Gründe gibt oder nicht. Falls der Aktienmarkt sich in einer Hausse befindet oder gerade einen neuen Aufwärtstrend startet, dann hilft es nicht viel auf angebliche Experten und Börsenkommentatoren zu hören.
Wer das Ziel hat viel Geld zu verdienen, hört auf den Markt. Wer viel reden und Unsinn lernen will, hört auf die Journalisten, Experten und Gurus. Das Warum ist oft gar nicht so wichtig wie das Was des Marktes.
Die Börse ist kein Thermometer der Wirtschaft, wie sie von manchen genannt wird. Sie ist eher eine Art Blick in die Zukunft. Die Börse und der Aktienmarkt läuft der tatsächlichen wirtschaftlichen Entwicklung um sechs bis zwölf Monate voraus. Sie spiegelt das wieder, das die Menschen heute von der Zukunft erwarten. Deshalb können sich Börse und Wirtschaft sehr wohl gegensätzlich verhalten und die Börse kann steigen, während die Wirtschaft stagniert.
Jemand, der heute Aktien kauft, weiß selbst wie die Lage heute ist und wie sie gestern war. Doch das interessiert ihn wenig. Er möchte wissen wie es in der Zukunft weitergeht und ob er in der Lage sein wird Geld zu verdienen. In gewisser Weise zeigt die Kursentwicklung also auch die Hoffnungen und Ängste bezüglich der zukünftigen Entwicklung der Wirtschaft an. Man kauft, wenn man eine Erholung der Wirtschaft (oder zumindest keine weitere Verschlechterung) erwartet. Man verkauft, wenn man glaubt, dass weitere Hiobsbotschaften aus der Wirtschaft kommen und die Krise nicht ausgestanden ist.
Börsenbriefherausgeber, Redakteure, Kommentatoren und unseriöse Aktienbroker sind sehr schnell, wenn es darum geht Anlegern die neuesten Zukunftstechnologien anzupreisen. Dabei wird mit Optimismus und übertriebenen Prognosen nicht gespart, während die Risiken völlig außer Acht gelassen werden.
Seien Sie immer sehr vorsichtig, wenn Ihnen jemand die neue, unglaubliche Zukunftstechnologie verkaufen will, die die Welt verändern wird, so wie die Erfindung des Radios oder des Automobils. Ich empfehle Ihnen sich ganz aus diesen neuen Branchen wie Nanotechnologie, Solarenergie und Ähnlichem herauszuhalten oder maximal 10% von Ihrem Vermögen darin zu investieren. Natürlich besteht die Möglichkeit, dass Sie eine neue Microsoft erwischen und Multimillionär werden, aber die Erfolgsaussichten sind nicht sehr groß.
Da können Sie das Geld auch gleich in Lottoscheine “anlegen”. Viel schlauer und vor allem sicherer ist es antizyklisch zu handeln und gute Aktien zu günstigen Kursen zu kaufen. Versuchen Sie nicht 100% oder sogar 1000% im Jahr, wie manche Leute versprechen, zu erreichen, sondern setzen Sie sich 10%-20% zum Ziel - pro Jahr. Damit würden Sie bereits die meisten Fondsmanager schlagen und falls es 50% oder 100% werden, umso besser. Doch lassen Sie sich nicht von zu hohen (unrealistischen) Erwartungen blenden. Nicht alles, was glänzt, ist Gold. Weiterlesen » » »