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Ich meine es ernst. Um erfolgreich an der Börse zu sein und Geld mit
Aktien zu verdienen, DÜRFEN Sie nicht ständig die Kurse beobachten, sich über die Prognosen der Analysten zu informieren, jede Nachricht zu erfahren und am Ticker oder Teletext zu hängen. Das sind schlechte Gewohnheiten, nicht mehr. Sie helfen Ihnen in keiner Weise weiter. Und welchen Sinn macht es NACH dem Investieren in eine Aktie stündlich die Kurse abzurufen.
Die Kurse werden nicht steigen, weil Sie am Bildschirm kleben und jede Veränderung bemerken. Den Kurs interessiert es nicht, was sie tun, was sie denken und wie oft sie nachschauen. Informieren Sie sich vorher gründlich und entspannen Sie anschließend. Um mit Aktien Geld zu gewinnen, sollten Sie nicht immer auf dem Laufenden sein. Die Informationsflut wird Sie ertränken und die Meinungen der “Gurus” wird Sie durcheinanderbringen. Wenn Sie sich wirklich etwas Gutes tun wollen, nehmen Sie 2-3 Zeitungen oder Zeitschriften und gehen Sie in den Park um sie in Ruhe zu lesen.
Informieren Sie sich zweimal pro Woche über die Aktienkurse. MAXIMAL zweimal pro Woche. Auch einmal ist in Ordnung. Wenn Sie Ihr Geld einem Unternehmer geliehen hätte, damit er damit arbeitet und Ihnen Dividenden auszahlt, würden Sie doch auch nicht jeden Tag zu ihm gehen oder ihn jede Stunde anrufen, um zu fragen wie das Geschäft läuft. Haben Sie Vertrauen in Ihre Entscheidungen und verfolgen Sie das tägliche Auf und Ab an der Börse nicht. Das wird Ihnen nicht weiterhelfen und ist schlecht für Ihre Gesundheit.
Ich bin überzeugt davon, dass jemand, der zu nah an dem Börsengeschehen ist, kein Geld mit Aktien verdienen kann. Und selbst wenn…es ist nicht nötig. Warum sollte man sich also die Mühe machen und seine Nerven überstrapazieren und seine kostbare Zeit verschwenden?
Bevor Sie Aktien kaufen, müssen Sie sich im Klaren darüber sein wieviel Sie von Ihrem Geld verlieren können. Falls Sie nur 10 000€ besitzen, die Sie für den Ruhestand zurückgelegt haben, können Sie vielleicht 1000€ davon verlieren ohne in Schwierigkeiten zu geraten. Die Höhe des Verlustes, den Sie in der Lage sind zu ertragen ohne finanziell am Boden zu sein, bestimmt welches Risiko Sie bei der Anlage in Aktien eingehen können.
Die meisten Anleger schauen nur auf die Gewinnchancen und sind blind für die Risiken. Machen Sie es genau umgekehrt. Überprüfen Sie gründlich die Verlustgefahr. Sorgen Sie erst einmal dafür, dass Sie möglichst wenig verlieren, falls es anders kommt als gedacht. Über den Gewinn können Sie auch später noch nachdenken. Legen Sie fest wieviel Sie verlieren werden, wenn der schlimmste Fall eintritt, wenn alles schiefgeht.
Anschließend bestimmen Sie wieviel Sie verlieren können ohne unterzugehen und stellen sicher, dass Ihr Verlust nicht darunter liegt (zum Beispiel durch einen Stoppkurs, zu dem die Aktie automatisch verkauft wird). Schauen Sie erst wie tief ein Graben ist, bevor Sie entscheiden darüber zu springen um auf die andere Seite zu gelangen.
Nein, das ist kein Tipp zur zwischenmenschlichen Kommunikation. Es geht ums Geld. Der Schmerz oder die Euphorie der Marktteilnehmer an der Börse kann für Sie zu einem Segen werden, wenn Sie richtig vorgehen. Erfolgreich an der Börse zu sein und ein Vermögen mit Aktien verdienen zu können ist im Grunde ganz einfach: Man kauft die Aktien billig und verkauft sie teuer.
Wie in jedem anderen Geschäft also auch. Man kauft Gebrauchtwagen billig, repariert und verschönert sie etwas und verkauft sie weiter. Man kauft eine Wohnung und verkauft sie mit Gewinn. Man kauft Aktien, wartet bis der Markt den wahren Wert davon erkennt und verkauft mit Gewinn. Auch wenn es so einfach ist, haben die wenigsten an der Börse Erfolg.
Oft ist der Grund, dass sie zu ungeduldig sind und zu viel erwarten. Ihre Aufgabe besteht eigentlich nur darin den anderen Leuten ihre Aktien abzukaufen, wenn diese sie zu jedem Preis verkaufen müssen, weil sie unter Druck stehen, und sie den gleichen (oder anderen) Leuten wieder zu verkaufen, wenn sie gierig sind. Indem Sie wissen was andere fühlen und in welcher Lage sie sind, wissen Sie wie Sie sich verhalten müssen, um als der strahlende Gewinner herauszukommen.
Paul Macrae Montgomery erfand 1971 den Zeitschriften Titelblatt Indikator, wo man durch das Beobachten der Titelblätter von Zeitungen und Zeitschriften auf die zukünftigen Kursentwicklung an der Börse zu schließen versucht. Das hört sich vielleicht verrückt an, aber auf eine bestimmte Art und Weise ist es ganz logisch.
Indem man die Titelblätter der großen Zeitschriften im Auge behält, sieht man wie die Einstellung der Menschen zur Börse ist und man erhält einen Überblick über die Stimmung. Auch der berühmte Anleger Martin Zweig machte sich diese Idee zunutze und zählte die Anzahl der positiven (steigende Kurse erwartet) und der negativen (fallende Kurse erwartet) Anzeigen in Wirtschaftspublikationen.
In den Jahren 2000 und 2001 war die Börse das Thema Nr.1 und BILD-Zeitung und Co. widmeten der Börse die Titelseiten. Ein solches übertriebenes Interesse für Aktien ist immer ein schlechtes Zeiten und kommt in der Endphase eines Hausse vor, wenn die unerfahrenen und zittrigen (wie Kostolany sie nannte) Käufer einsteigen. Andererseits sind auch Titelblätter mit apokalyptischen Zukunftsaussichten und Weltuntergangsszenarien ein Zeiten für das Ende der Baisse.
Sehr deutlich konnte man das nach den Terroranschlägen in Amerika 2001 beobachten als sich die Medien mit schlechten Prognosen gegenseitig übertreffen wollten. Solche Phasen der extremen Übertreibung bieten immer gute Chancen für aufmerksame Anleger und Spekulanten.
Sie müssen einen entscheidenden Grund für einen Kauf oder Verkauf haben. Die meisten Anleger und Investoren kaufen erst Aktien und finden hinterher Gründe um die Entscheidung zu rechtfertigen. Erst übernimmt bei ihnen die Gier das Ruder und anschließend die Hoffnung. Keine sehr gute Strategie.
Machen Sie sich zuallererst klar, ob Sie überhaupt eine Aktie kaufen sollten und wenn ja warum gerade diese. Am besten halten Sie die Gründe dafür schriftlich in Ihrem Börsentagebuch fest. Das verhindert, dass Sie sich später selbst beschummeln oder es vergessen. Nur auf diese Weise können Sie vernünftig bei der Aktienanlage vorgehen. Sind die Gründe nicht mehr gültig, dann wird es Zeit zu verkaufen (oder zu kaufen, falls Sie auf fallende Kurse spekuliert haben) und zwar ohne Rücksicht auf die Kurse.
Es spielt keine Rolle, ob Sie glauben oder hoffen (zwei sehr gefährliche Wörter an der Börse), dass eine Erholung kommt, in der Sie verkaufen können, oder dass es gar nicht sooo schlecht aussieht. Sind Ihre Kaufgründe nicht mehr gültig, müssen Sie sich von der Aktie trennen. Ohne Wenn und Aber.
Die Frankfurter Wertpapierbörse liegt weltweit an dritter Stelle (hinter der NYSE und der NASDAQ). Der Präsenzhandel (also das, was man bei der Telebörse au n-tv im Hintergrund sieht) nimmt nur noch einen geringen Teil des Handels ein. Der Großteil wird über das vollelektronische System XETRA abgewickelt, das von einem großen Zentralcomputer gesteuert wird.
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Die meisten Kauf- oder Verkaufsentscheidungen werden aus dem Bauch heraus getroffen. Viele Anleger sind zu faul oder zu ungeduldig um sich ausführlich zu informieren und die Chancen und Risiken abzuschätzen. Sie zocken lieber und vertrauen auf ihr Glück. Jemand, der für 10 000€ Aktien kauft, denkt oft weniger über diese Entscheidung nach als wenn er ein neues Sofa für 300€ kauft.
Nicht immer ist man in der Lage alle Informationen zu berücksichtigen und weiß vielleicht nicht genug über die Börse, aber in diesem Fall sollte man umso vorsichtiger sein, bevor man sein mühevoll verdientes Geld aus dem Fenster wirft. Vertrauen Sie nicht auf schwachsinnige Formeln wie “Sell in May and Go Away” oder “Die Anleger erwarten jetzt eine Sommerrallye”. Machen Sie sich Ihre eigenen Gedanken und informieren Sie sich gründlich. Sehen Sie sich auch an, was erfolgreiche Anleger wie Warren Buffett, George Soros und andere in der jetztigen Situation tun.
Machen Sie sich klar, dass Sie mit dem Kauf von Aktien eine wichtige Entscheidung in Ihrem Leben treffen und verwenden Sie mindestens genauso viel Zeit darauf wie auf das Kaufen einer neuen Wohnung oder eines Autos. Wenn Sie dann soweit sind und Aktien kaufen möchten, machen Sie einen Depot Vergleich um hier die günstigste Alternative zu wählen.