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Nicht nur, aber man darf sie sicherlich nicht vernachlässigen wie es viele tun. Sie können die Wirtschaft analysieren so lange Sie wollen, Sie können tausende Bücher und Zeitungen lesen und herausfinden was der Markt eigentlich tun sollte, aber er wird es nicht tun. Er tut, was er tun will.
Achten Sie nicht nur stur auf irgendwelche Prognosen der Experten und die Erklärungen, die man in den Medien lesen kann, sondern beobachten Sie was der Markt tut. In welche Richtung bewegen sich die Kurse? Gibt es einen Grund dafür? Rätsel alle Beobachter über diesen schnellen Aufstieg oder sind sie skeptisch und nennen es “kurze Erholung”?
Argumentieren Sie nicht gegen den Markt.
Er hat immer Recht.
Wenn er sich in einem Abwärtstrend befindet, wird er weiter fallen, ob es dafür jetzt Gründe gibt oder nicht. Falls der Aktienmarkt sich in einer Hausse befindet oder gerade einen neuen Aufwärtstrend startet, dann hilft es nicht viel auf angebliche Experten und Börsenkommentatoren zu hören.
Wer das Ziel hat viel Geld zu verdienen, hört auf den Markt. Wer viel reden und Unsinn lernen will, hört auf die Journalisten, Experten und Gurus. Das Warum ist oft gar nicht so wichtig wie das Was des Marktes.
Diese Regel von Andre Kostolany sollte wohl auch dieses Mal zutreffen und einigen Anlegern gute Gewinne einbringen. Betrachten wir einmal das Jahr 2009 und wenden diese Formel an. Zuerst das Geld. Auch wenn es zu Anfang des Jahres knapp war als die Finanzkrise in vollem Gang war und die Banken vor lauter Angst kein Geld mehr leihen wollten, war es knapp.
Diese Situation bessert sich derzeit mit jedem Tag. Die Regierungen der Industrienationen haben Billionen in die Wirtschaft und das Bankensystem gepumpt. Außerdem wurden die Zinsen der Notenbanken deutlich gesenkt. Beide Maßnahmen sollten für mehr als genug Geld sorgen, das auf den Markt und in Aktien angelegt werden wird. Dieser Punkt ist also positiv.
Kommen wir zum zweiten, der Psychologie. Die Psychologie bessert sich derzeit, auch wenn die Mehrheit der Marktteilnehmer noch skeptisch ist und der Erholung nicht traut. Die meisten sind noch vorsichtig (was ein gutes Zeichen ist). Doch auch hier bessert sich die Lage und die Kurse steigen deutlich (auch wenn keiner eine Erklärung dafür hat, was eine weiteres gutes Zeichen ist). Derzeit steht das Licht also auf Geld und risikofreudige Anleger steigen jetzt ein.
Vorsichtige Anleger warten noch einige Monate bis sich die Psychologie entgültig zum Positiven verändert hat. 2009 scheint ein gutes Jahr zum Kaufen zu werden. Langfristig ist natürlich die Konjunktur entscheidend für den Kursverlauf, aber auch hier sieht es gut aus. Die Unternehmen senken die Kosten, es wird gespart, vor allem der Bankensektor wurde bereinigt - nur die profitabelsten Unternehmen sind übrig und es bleibt ein größerer Teil des Kuchens für die Überlebenden. Außerdem werden sich auch hier früher oder später die Wirtschaftsprogramme der Regierungen auswirken müssen.
…wie sollte es auch anders sein: die Aktie. Das sage ich nicht (nur) weil das eine Webseite über Aktienanlage ist, sondern es gibt auch weitere Gründe dafür. Zuallererst ist da natürlich die Rendite. Auf lange Sicht gesehen 10, 20 oder sogar 50 Jahre schlage Aktien alle anderen Anlageformen wie Immobilien, Anleihen, Währungen, Gold, Kunst, usw.
Dieses Argument allein reicht bereits aus, denn wir alle wollen unser Geld möglichst hoch verzinsen um es schneller wachsen zu lassen. Außerdem sind Aktien liquide. Falls es einen Notfall gibt und ich mein Geld brauche, kann ich am gleichen Tag noch verkaufen. Versuchen Sie das einmal mit einer Immobilie.
Ich bezweifle natürlich nicht, dass ein guter Investor oder Spekulant auch mit anderen Anlageformen sehr erfolgreich sein kann, aber besonders für jemanden, der sich nicht Tag und Nacht mit Immobilien oder Kunst auseinandersetzen will, eignen sich Aktien. Gut gekauft ist halb verdient. Das wohl wichtigste Argument für Aktien spricht ihre langfristige Aufwärtsentwicklung, so dass man gar nicht verlieren kann, wenn man sein Geld auf viele gute Werte und verschiedene Regionen verteilt.
“Die Früchte Ihres Erfolgs stehen in direktem Verhältnis zur Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit Ihrer Bemühungen, wie Sie Ihre eigenen Aufzeichnungen führen, Ihr eigenes Denkvermögen einsetzen und Ihre eigenen Schlüsse ziehen.”
Das ist ein Zitat aus dem Buch “Mein Schlüssel zu Börsengewinnen” von Jesse Livermore. Ich kann es jedem empfehlen, der sich ernsthaft mit Börse und Aktienspekulation beschäftigt. Dieses Zitat allein enthält mehr Wahrheit und Weisheit als so manches Buch über die Börse, das von Journalisten oder Börsengurus geschrieben wurde. Jesse Livermore war ein genialer Spekulant, der viermal ein Millionenvermögen an der Börse gewonnen und verloren hat. Allerdings war er nicht in der Lage dieses Geld zu behalten und beendete sein Leben 1940 auf tragische Art und Weise. Das zeigt uns gleichzeitig, dass nicht die Höhe des Einkommens oder der Gewinne an der Börse entscheidend ist um dauerhaft reich zu werden, sondern wieviel davon man behält.
Ich meine es ernst. Um erfolgreich an der Börse zu sein und Geld mit
Aktien zu verdienen, DÜRFEN Sie nicht ständig die Kurse beobachten, sich über die Prognosen der Analysten zu informieren, jede Nachricht zu erfahren und am Ticker oder Teletext zu hängen. Das sind schlechte Gewohnheiten, nicht mehr. Sie helfen Ihnen in keiner Weise weiter. Und welchen Sinn macht es NACH dem Investieren in eine Aktie stündlich die Kurse abzurufen.
Die Kurse werden nicht steigen, weil Sie am Bildschirm kleben und jede Veränderung bemerken. Den Kurs interessiert es nicht, was sie tun, was sie denken und wie oft sie nachschauen. Informieren Sie sich vorher gründlich und entspannen Sie anschließend. Um mit Aktien Geld zu gewinnen, sollten Sie nicht immer auf dem Laufenden sein. Die Informationsflut wird Sie ertränken und die Meinungen der “Gurus” wird Sie durcheinanderbringen. Wenn Sie sich wirklich etwas Gutes tun wollen, nehmen Sie 2-3 Zeitungen oder Zeitschriften und gehen Sie in den Park um sie in Ruhe zu lesen.
Informieren Sie sich zweimal pro Woche über die Aktienkurse. MAXIMAL zweimal pro Woche. Auch einmal ist in Ordnung. Wenn Sie Ihr Geld einem Unternehmer geliehen hätte, damit er damit arbeitet und Ihnen Dividenden auszahlt, würden Sie doch auch nicht jeden Tag zu ihm gehen oder ihn jede Stunde anrufen, um zu fragen wie das Geschäft läuft. Haben Sie Vertrauen in Ihre Entscheidungen und verfolgen Sie das tägliche Auf und Ab an der Börse nicht. Das wird Ihnen nicht weiterhelfen und ist schlecht für Ihre Gesundheit.
Ich bin überzeugt davon, dass jemand, der zu nah an dem Börsengeschehen ist, kein Geld mit Aktien verdienen kann. Und selbst wenn…es ist nicht nötig. Warum sollte man sich also die Mühe machen und seine Nerven überstrapazieren und seine kostbare Zeit verschwenden?
Paul Macrae Montgomery erfand 1971 den Zeitschriften Titelblatt Indikator, wo man durch das Beobachten der Titelblätter von Zeitungen und Zeitschriften auf die zukünftigen Kursentwicklung an der Börse zu schließen versucht. Das hört sich vielleicht verrückt an, aber auf eine bestimmte Art und Weise ist es ganz logisch.
Indem man die Titelblätter der großen Zeitschriften im Auge behält, sieht man wie die Einstellung der Menschen zur Börse ist und man erhält einen Überblick über die Stimmung. Auch der berühmte Anleger Martin Zweig machte sich diese Idee zunutze und zählte die Anzahl der positiven (steigende Kurse erwartet) und der negativen (fallende Kurse erwartet) Anzeigen in Wirtschaftspublikationen.
In den Jahren 2000 und 2001 war die Börse das Thema Nr.1 und BILD-Zeitung und Co. widmeten der Börse die Titelseiten. Ein solches übertriebenes Interesse für Aktien ist immer ein schlechtes Zeiten und kommt in der Endphase eines Hausse vor, wenn die unerfahrenen und zittrigen (wie Kostolany sie nannte) Käufer einsteigen. Andererseits sind auch Titelblätter mit apokalyptischen Zukunftsaussichten und Weltuntergangsszenarien ein Zeiten für das Ende der Baisse.
Sehr deutlich konnte man das nach den Terroranschlägen in Amerika 2001 beobachten als sich die Medien mit schlechten Prognosen gegenseitig übertreffen wollten. Solche Phasen der extremen Übertreibung bieten immer gute Chancen für aufmerksame Anleger und Spekulanten.
Jetzt verrate ich Ihnen wer Sie davon abhalten will Gewinne zu machen und dafür möglichst hohe Verluste zu erhalten. Esrist Ihr größter Feind an der Börse und mächtiger als alle anderen Gegner zusammen (einschließlich des Finanzamtes). Es handelt sich um:
SIE SELBST!
Ja, richtig. Sie sind Ihr größter Feind bei der Investition in Aktien. Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie Daytrader sind oder langfristiger Anleger. Immer ist die entscheidende Schwachstelle der Mensch - und vor allem die menschlichen Emotionen. Da wir unsere Gefühle nicht einfach abstellen können, müssen wir Wege und Mittel finden sie keine Einfluss auf unsere Strategie zu haben.
Nur Menschen, die diszipliniert bleiben und ihr System über lange Zeit verfolgen, können erfolgreich an der Börse sein. Sie müssen sich strikt an Ihre Regeln und Vorhaben halten. Die meisten Leute an der Börse sind nicht standfest und lassen sich von der kleinsten Kursbewegung und vom unwichtigsten Kommentar eines Analysten oder Journalisten aus der Ruhe bringen. Behalten Sie immer einen kühlen Kopf und befolgen Sie ohne jegliche Ausnahme die Regeln Ihres Systems.