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Blogroll

Musterdepots und virtuelles Handeln

Mittwoch, 19. August 2009, 06:22 Uhr.

Manche von den sogenannten Börsenexperten empfehlen erstmal auf dem trockenen zu üben bzw. ein Musterdepot anzulegen und das Kaufen und Verkaufen von Aktien zu üben, nur auf dem Papier also, ohne den Einsatz von Geld. Das mag eine nette Spielerei für Kinder sein oder eine Möglichkeit um die Zeit totzuschlagen, aber mehr ist es nicht. Man kann sich nicht auf die Börse vorbereiten, man kann kein erfolgreicher Anleger oder Spekulant auf dem Papier werden.

Erst wenn Geld auf dem Spiel steht, unser erspartes und mühselig verdientes Geld, zeigt sich wirklich wie gut unsere Disziplin und Fähigkeiten sind. In der Phantasie und auf dem Papier kann jeder ein toller Trader sein, in der Praxis nur sehr wenige. Genauso wie Sie nicht auf dem Trockenen das Schwimmen erlernen können, ist es auch bei der Aktienanlage nicht möglich - es ist vielmehr Zeitverschwendung. Erst wenn es um die Wurst geht und unserer Gefühle ins Spiel kommen, wenn wir unser Geld riskieren, wir deutlich ob wir in der Lage sind unsere Strategie auszuführen.

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Autor: admin | Kategorie: Aktien | Keine Kommentare »

Aktien kaufen und liegen lassen?

Mittwoch, 29. Juli 2009, 06:45 Uhr.

Es gibt Gurus, die Ihnen empfehlen Aktien von guten, soliden,
traditionsreichen Unternehmen zu kaufen und sich schlafen zu legen, also nicht auf den Kursverlauf zu achten und die Aktien wachsen zu lassen. Das ist zwar ein gutgemeinter Ratschlag, aber es gibt dabei einige Probleme:

1. Nicht jeder ist in der Lage aus der Masse der Unternehmen die guten und soliden herauszusuchen.

2. Nicht alle guten und soliden Unternehmen (was oft einfach “große Unternehmen” heißt) wachsen.

3. Auch große Unternehmen und einmal als solide empfundene Werte können pleite gehen.

Bevor man also versucht durch dieses kaufen und liegen lassen ein Vermögen aufzubauen, sollte man einfach mehrere gute Fonds oder einfach Indizes (z.B. durch Index-Zertifikate) kaufen. Falls man jedoch glaubt durch das Kaufen von 2-3 Werten reich zu werden, wenn man sie für 10, 20 oder 30 Jahre liegen lässt, könnte man am Ende entsetzt sein, wenn man die Ergebnisse sieht. Nicht alle Aktien wachsen stärker als der Markt und nicht alle überleben langfristig. Erzählen Sie einmal einem Telekomaktionär, dass er nur Geduld haben muss und die Aktien liegen lassen sollte!

Er wird seinen Kaufkurs vermutlich nicht einmal in weiteren 10 Jahren wiedersehen. Die beste Lösung ist also einfach den Gesamtmarkt zu kaufen, durch Fonds, Zertifikate oder anderer Möglichkeiten. Will man jedoch aktiv Aktien kaufen und verkaufen und selbst die Auswahl vornehmen (und mehr verdienen als 10-15% pro Jahr), dann sollte man antizyklisch handeln, also in Krisen kaufen und in guten Zeiten verkaufen.

PS: Manche Vertreter der Theorie “Kaufen und liegen lassen” verweisen auf Warren Buffett. Ja, Buttett kauft sehr langfristig und hält die Anteile in manchen Fällen mehr als 30 Jahre. Allerdings versteht er es meisterhaft unterbewertete Unternehmen ausfindig zu machen und meistens sitzt er im Management der jeweiligen Firma und steuert die Unternehmenspolitik aktiv mit. Er kauft jedoch nicht einfach blind und lässt die Aktien dann liegen.

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Autor: admin | Kategorie: Aktien | Keine Kommentare »

Verluste und Risiken berücksichtigen und einplanen

Sonntag, 12. Juli 2009, 08:10 Uhr.

Bevor Sie Aktien kaufen, müssen Sie sich im Klaren darüber sein wieviel Sie von Ihrem Geld verlieren können. Falls Sie nur 10 000€ besitzen, die Sie für den Ruhestand zurückgelegt haben, können Sie vielleicht 1000€ davon verlieren ohne in Schwierigkeiten zu geraten. Die Höhe des Verlustes, den Sie in der Lage sind zu ertragen ohne finanziell am Boden zu sein, bestimmt welches Risiko Sie bei der Anlage in Aktien eingehen können.

Die meisten Anleger schauen nur auf die Gewinnchancen und sind blind für die Risiken. Machen Sie es genau umgekehrt. Überprüfen Sie gründlich die Verlustgefahr. Sorgen Sie erst einmal dafür, dass Sie möglichst wenig verlieren, falls es anders kommt als gedacht. Über den Gewinn können Sie auch später noch nachdenken. Legen Sie fest wieviel Sie verlieren werden, wenn der schlimmste Fall eintritt, wenn alles schiefgeht.

Anschließend bestimmen Sie wieviel Sie verlieren können ohne unterzugehen und stellen sicher, dass Ihr Verlust nicht darunter liegt (zum Beispiel durch einen Stoppkurs, zu dem die Aktie automatisch verkauft wird). Schauen Sie erst wie tief ein Graben ist, bevor Sie entscheiden darüber zu springen um auf die andere Seite zu gelangen.

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Autor: admin | Kategorie: Aktien | Keine Kommentare »

Sell in May and Go Away und anderer Schwachsinn

Sonntag, 05. Juli 2009, 06:58 Uhr.

Immer wieder hört man an der Börse (meistens von Journalisten und Kommentatoren, die in ihrem ganzen Leben nicht einmal 1000€ an der Börse gewonnen haben) von irgendwelchen Pseudoregeln wie “Sell in May and go away”, vom Januar-Baromenter oder dass die Börse besser läuft, wenn in den USA eine neue Regierung gewählt wird. Es gibt unzählige solcher angeblichen Regeln, die absolut nichts bedeuten und unerfahrene Investoren verunsichern.

Erstens wird hier statistisch gemogelt, denn es werden nur die letzten 20-30 Jahre, oder maximal die letzten 60 Jahre berücksichtigt. Das ist nach statistischen Grundlagen absoluter Schwachsinn. Man bräuchte einen Zeitraum von hunderten von Jahren um eine grobe Regeln festlegen zu können.

Und überhaupt ist es einfach nur dämlich nach der Jahreszeit oder einem bestimmten Monat Aktien zu kaufen (falls es sich nicht um saisonale Geschäfte handelt, z.B. Reiseveranstalter, Winterreifenverkäufer u.Ä.). Börsenkommentatoren und Journalisten übernehmen natürlich gerne diesen Unsinn, denn schließlich verstehen sie nur etwas vom Reden und Schreiben und nicht vom Geldverdienen. Weiterlesen » » »

Autor: admin | Kategorie: Aktien | Keine Kommentare »

Informieren Sie sich gründlich vor dem Aktienkauf

Samstag, 20. Juni 2009, 06:29 Uhr.

Die meisten Kauf- oder Verkaufsentscheidungen werden aus dem Bauch heraus getroffen. Viele Anleger sind zu faul oder zu ungeduldig um sich ausführlich zu informieren und die Chancen und Risiken abzuschätzen. Sie zocken lieber und vertrauen auf ihr Glück. Jemand, der für 10 000€ Aktien kauft, denkt oft weniger über diese Entscheidung nach als wenn er ein neues Sofa für 300€ kauft.

Nicht immer ist man in der Lage alle Informationen zu berücksichtigen und weiß vielleicht nicht genug über die Börse, aber in diesem Fall sollte man umso vorsichtiger sein, bevor man sein mühevoll verdientes Geld aus dem Fenster wirft. Vertrauen Sie nicht auf schwachsinnige Formeln wie “Sell in May and Go Away” oder “Die Anleger erwarten jetzt eine Sommerrallye”. Machen Sie sich Ihre eigenen Gedanken und informieren Sie sich gründlich. Sehen Sie sich auch an, was erfolgreiche Anleger wie Warren Buffett, George Soros und andere in der jetztigen Situation tun.

Machen Sie sich klar, dass Sie mit dem Kauf von Aktien eine wichtige Entscheidung in Ihrem Leben treffen und verwenden Sie mindestens genauso viel Zeit darauf wie auf das Kaufen einer neuen Wohnung oder eines Autos. Wenn Sie dann soweit sind und Aktien kaufen möchten, machen Sie einen Depot Vergleich um hier die günstigste Alternative zu wählen.

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Jeder Trade ist ein guter Trade

Mittwoch, 10. Juni 2009, 06:13 Uhr.

Das erinnert etwas an die Weisheit aus dem ZEN-Buddhismus “Jeder Tag ist ein guter Tag.” Die einzige und wichtigste Voraussetzung, die ein Trade, eine Investition in Aktien erfüllen muss, ist:

Er muss mit Ihrer Strategie in Einklag stehen.

Sie müssen sich an Ihre eigenen Regeln halten. Auf diese Weise gibt es keine schlechten Trades. Es gibt gute Trades, die Ihnen Geld einbringen, weil Ihr System funktioniert hat (und Sie sich daran gehalten haben), und es gibt lehrreiche Trades, die zwar mit einem Verlust enden, aber sie haben Ihre Regeln beim Ausstieg befolgt und reichzeitig verkauft. Außerdem haben Sie wichtige Dinge gelernt und können Ihre Strategie entsprechen anpassen und verfeinern, falls sich ähnliche Situationen häufen. Es versteht sich natürlich von selbst, dass Ihr System so gut sein sollte, dass Sie Gewinne machen. Doch Sie wissen erst, ob es gut oder schlecht ist, ob es funktioniert oder nicht, NACHDEM Sie es getestet und sich ehrlich daran gehalten haben. Sie können eine Strategie nicht im Kopf testen oder sich allein auf die Übereinstimmungen in der Vergangenheit verlassen.

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